Aktuelles

Mittendrin am 23.10.2021 - Überwinde das Böse!

„Liebe ist die stärkste Macht der Welt und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.“

Mit dieser Einstellung hat Mahatma Gandhi seinen Kampf für den Frieden und die Unabhängigkeit Indiens geführt. Obwohl er trotz fünfmaliger Nominierung nie den Friedensnobelpreis erhielt, ist er das wohl bekannteste Symbol für den gewaltlosen Weg zum Frieden im 20. Jahrhundert. In unserer Gegenwart sind die Gegensätze zwischen Menschen unterschiedlicher  Herkunft und Zugehörigkeit oftmals scheinbar unüberwindlich. Verfeindete Völker, die sich unversöhnlich gegenüber stehen. Wirtschaftliche Interessen, die sich gegenseitig ausschließen. Religiöse Weltanschauungen, die ihre Deutungshoheit beanspruchen. Wie können Gegensätze und konkurrierende Machtansprüche überwunden werden?

Das Bibelwort für den morgigen Sonntag lautet: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Römer 12, Vers 21). Die Aufforderung des Apostels Paulus ist mehr als ein moralischer Appell. Sie ist begründet in der Erfahrung, dass eine Spirale der Gewalt kein gutes Ende findet. Jesus selbst ist den Weg der Demut und der Liebe gegangen. Er hat den Frieden Gottes gelebt. Der Friede beginnt im Kleinen: in mir selbst, in der Familie, im Freundeskreis. Er setzt sich fort, wo Gegensätze überwunden und Brücken gebaut werden können. Wege des Friedens und der Versöhnung zu gehen, kann man lernen. Davon ist Gandhi überzeugt: „Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen.“

Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Abdinghof

Jubilarkonfirmation in der Abdinghofkirche

Einen Doppeljahrgang ehemaliger Konfirmanden konnte Pfarrer Dr. Eckhard Düker am Sonntag in der Abdinghofkirche zur Feier der Jubilarkonfirmation begrüßen.

47 Jubilare erinnerten sich an ihre Konfirmation vor 75 (Kronjuwelen, 2), 70 (Gnaden, 6), 65 (Eisern, 16), 60 (Diamanten, 10) und 50 Jahren (Gold, 13) mit den Pfarrern Arnold Rahe, Hans-Dietrich Mittorp, Wilhelm Schmidt, Gerhard Höcker, Dr. Helmuth Koegel-Dorfs, Walter Brocke und Ulrich Johannsen. 

Der festliche Gottesdienst mit Feier des Abendmahls wurde vom Bläserkreis am Abdinghof unter der Leitung von Kantor Tim Gärtner musikalisch ausgestaltet. Presbyterin Annette Kohle hieß alle Jubilare vor dem Gottesdienst mit einem Anstecksträußchen herzlich willkommen.

Zum gemeinsamen Mittagessen fanden sich die Jubilarkonfirmanden im Hotel Aspethera ein. Bei der Festversammlung im Paul – Gerhardt – Gemeindehaus am Nachmittag erzählten sie von Ihren Erinnerungen und hörten einen Lichtbildvortrag über die Geschichte der Abdinghofkirche.

 

Foto (Abdinghof): Die Jubilarkonfirmanden in der Abdinghofkirche mit den Kronjuwelenkonfirmandinnen Anneliese Uelhoff und Helga Sroka (erste Reihe 2.und 3.v.l.)

Mittendrin am 28.8.2021 - Gesichter der Barmherzigkeit

Sie sind vielfältig, die Gesichter der Barmherzigkeit. Sie blicken uns freundlich an auf den Stationen der Krankenhäuser, in den Alten- und Pflegeheimen. Sie sind uns zugewandt in den Impfzentren und Arztpraxen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Sie sind entschlossen und tatkräftig in den Überschwemmungsgebieten in Erftstadt, im Ahrtal und an anderen Orten. Sie sind entschlossen und mutig auf dem Flugplatz in Kabul, wenn sie unter einem hohen persönlichen Risiko Menschen aus Afghanistan evakuieren. Sie begegnen uns an vielen Orten in unserem Alltag, wenn sie wie selbstverständlich hilfebedürftige Menschen unterstützen, helfen und heilen, ein offenes Ohr haben, sich einsetzen und dabei oftmals mehr an andere als an sich selbst denken. Wir sind dankbar für diese Gesichter der Barmherzigkeit, die uns auf vielfältige Weise begegnen.

„Wer ist denn mein Nächster?“ fragt ein Schriftgelehrter Jesus, als er das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe als größtes Gebot bezeichnet. Und Jesus antwortet nicht mit einer Aufzählung oder Abstufung verschiedener Grade von Nähe oder Distanz, sondern mit einer Geschichte. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter beginnt mit der Schilderung einer existentiellen Notlage und endet mit einer Aufforderung: „So gehe hin und tue desgleichen!“ (Lukas 10,37) Dazwischen werden die Reaktionen von drei Menschen berichtet, die an dem verwundeten Mann vorübergehen. Priester und Levit lassen sich von dem Notleidenden nicht von ihrem Weg abbringen. Nur der Samariter hält an, verbindet und pflegt den Verletzten, bringt ihn in Sicherheit und kümmert sich darum, dass er versorgt wird. „Wer ist der Nächste?“ Die Antwort Jesu lautet: „Der die Barmherzigkeit an ihm tat.“

Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Abdinghof

Jubilarkonfirmation am Abdinghof - 29.08.2021 - 10:30 Uhr

„Nun danket alle Gott!“.

Unter diesem Thema findet am kommenden Sonntag, den 29. August die Jubilarkonfirmation um 10.30 Uhr in der Abdinghofkirche statt.

Eingeladen sind die Jubilarkonfirmanden der Jahre 2020 und 2021, die vor 50, 60, 65, 70 oder 75 Jahren am Abdinghof konfirmiert wurden. Der Gottesdienst wird liturgisch von Pfarrerin Daniela Walter und Pfarrer Dr. Eckhard Düker und musikalisch gemeinsam mit Bläsern unter der Leitung von Yaroslav Rudenko und an der Orgel mit Kantor Tim Gärtner gestaltet.

Letzte Anmeldungen für die Jubilarfeier nimmt Melanie Minnwegen, Tel. 5002-32 entgegen.

Wer am Gottesdienst teilnehmen möchte, wird gebeten am Eingang einen Nachweis der Impfung, Genesung oder eines aktuellen Tests vorzulegen.

Mittendrin am 31. Juli 2021 - Auf Fels gebaut

Die Folgen des Hochwassers sind verstörend. Die reißenden Wassermassen haben alles mit sich gerissen, was ihnen im Weg war. Zurück bleiben die Trauernden, deren Angehörige sich nicht retten konnten. Menschen, die ihr Haus, ihr Hab und Gut, ihre bisherige Sicherheit verloren haben. Zerstörte Orte und die bange Frage, wie es weitergehen soll. Auf der anderen Seite die Hilfsbereitschaft von Menschen, die professionell oder ehrenamtlich den Betroffenen tatkräftig zur Seite stehen. Die Anteilnahme und Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. Das Versprechen der Regierenden, den Wiederaufbau zu unterstützen.

Das Hochwasser hat die Grenzen einer vermeintlichen Sicherheit aufgezeigt. Nun gilt es, nicht nur die Trümmer zu beseitigen und die zerstörten Orte wieder neu aufzubauen. Die vordringliche Aufgabe liegt zukünftig in einem besseren Schutz vor den Folgen der klimatischen Veränderungen. Dazu gehören neben Hochwasserschutzmaßnahmen auch die Warnsysteme.

Am Ende der Bergpredigt erzählt Jesus ein Gleichnis. Er vergleicht zwei Menschen, die ein Haus bauen. Der kluge Mann baut auf felsigem Grund. Der törichte Mann baut auf sandigem Boden. Als ein Sturm kommt und das Wasser steigt, bleibt das Haus auf dem Felsen stehen. Das andere Haus fällt ein. Jesus vergleicht den klugen Mann mit den Menschen, die seine Worte hören und in die Tat umsetzen. Die Worte Jesu sind verlässlich und haben auch in Krisen und Katastrophen Bestand. Sie trösten und ermutigen, sie bauen auf und geben Halt und Orientierung. Die Worte Jesu sind ein verlässliches Fundament, wenn wir sie nicht nur hören, sondern auch beherzigen: „Wer meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.“ (Matthäus 7, 24)

Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Abdinghof

 

Mittagsandacht mit Orgelmusik am Abdinghof -24.07./28.07./31.07.2021

Zu drei Mittagsandachten mit Orgelmusik lädt die Evangelisch-Lutherische

Kirchengemeinde am Abdinghof in der Liboriwoche an den Markttagen jeweils um 12 Uhr in die Abdinghofkirche ein.

Den Auftakt der Reihe am Samstag, dem 24. Juli, gestaltet Abdinghofkantor Tim Gärtner mit einem Programm unter dem Titel „Alles Bach?!“ mit Werken von Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach und Hans-Martin Kiefer.

Am Mittwoch, dem 28. Juli, musiziert das Organistenduo Ekaterina Panina und Hagen Heinicke aus Herford sommerliche Orgelmusik zu vier Händen und vier Füßen mit Werken von Haydn, Rinck, Mozart und Hakim.

Den Abschluss am 31. Juli bildet ein Orgelkonzert von Leon Sowa aus Löhne.

Die liturgische Gestaltung der 45-minütigen Andachten übernimmt Pfarrer Dr. Eckhard Düker.

Mittendrin am 3.7.2021 - Seid behütet!

Die Sommerferien in NRW haben begonnen. Viele Familien machen sich in den nächsten Wochen auf den Weg in den Urlaub. Nach einer langen und schwierigen Zeit in der Corona-Pandemie freuen sie sich nun auf eine möglichst unbeschwerte Urlaubszeit. Auch, wenn weiterhin Vorsicht geboten ist, freuen sie sich auf die neuen Möglichkeiten der Erholung und Entspannung. Wer auf Reisen geht, hofft darauf, behütet anzukommen und unterwegs vor Unfall und Gefahr bewahrt zu bleiben. Wir wünschen uns „Gute Reise“ oder „Kommt gut wieder heim!“ oder ganz einfach „Auf Wiedersehen“. Unsere Abschiedsrituale erinnern an das, was die Bibel Segen nennt.

Schon Abraham erhält einen Reisesegen für seinen Weg in ein Land, das Gott ihm zeigen will. „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein!“ (1. Mose 12, V. 2) Das Besondere dieses Segens ist, das er nicht nur Abraham gilt, sondern umgekehrt auch von ihm Segen ausgeht. Das lateinische Wort für Segen, Benediktion, heißt übersetzt: „gutsagen“. Gott sagt uns Gutes zu und wir können anderen Gutes zusprechen.

In einem alten jüdischen Gebet heißt es: „Herr, unser Gott und Gott unserer Väter, möge es dein Wille sein, uns in Frieden zu leiten, unsere Schritte auf den Weg des Friedens zu richten, und uns wohlbehalten zum Ziel unserer Reise zu führen. Behüte uns vor aller Gefahr, die uns auf dem Weg bedroht. Bewahre uns vor Unfall und vor Unglück, das über die Welt Unruhe bringt. Segne die Arbeit unserer Hände. Lass uns Gnade und Barmherzigkeit vor deinen Augen finden; Verständnis und Freundlichkeit bei allen, die uns begegnen. Höre auf die Stimme unseres Gebetes.“

In diesem Sinn wünsche ich allen, die unterwegs sind, gesegnet zu werden und für andere ein Segen zu sein.

Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Abdinghof

 

Ein offenes Ohr in Krisenzeiten - die TelefonSeelsorge ist auch jetzt für Ratsuchende da!

Telefonseelsorge Paderborn

Die Telefonseelsorge Paderborn steht rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für Ratsuchende bereit – telefonisch, per Chat und Mail. Sie will Menschen in Not und Krisen anonym und vertraulich beistehen.

 

Träger der ökumenischen Telefonseelsorge Paderborn sind der Gemeindeverband katholischer Kirchengemeinden Hochstift und der Evangelische Kirchenkreis Paderborn.

 

Gebührenfreie Telefonnummern: 0800/1110111 und 0800/1110222

 

Internet: www.telefonseelsorge-paderborn.de