Passion und Ostern in der Abdinghofkirche

 

Die evangelische Gemeinde am Abdinghof lädt zu den Gottesdiensten in der Karwoche und am Osterfest ein. Am Gründonnerstag feiert die Gemeinde mit Pfarrer i.R. Heinz-Peter Moosburger den Gottesdienst zur Einsetzung des Heiligen Abendmahls um 18 Uhr in der Krypta. Im Gottesdienst am Karfreitag mit Feier des Abendmahls unter der Leitung von Pfarrer Dr. Eckhard Düker singt die Kantorei Choräle von J.S. Bach und das Agnus Dei aus der Es-Dur-Messe von Franz Schubert. In diesem Gottesdienst schweigt die Orgel. In der Musik und Meditation zur Sterbestunde Jesu um 15 Uhr erklingt die Matthäus-Passion von Melchior Vulpius, gesungen von Solisten und der Abdinghof-Cappella unter der Leitung von KMD Martin Hoffmann. Am Ostersonntag versammelt sich die Gemeinde mit Pfarrer Düker um 6 Uhr zur Feier der Osternacht zunächst am Osterfeuer vor dem Paul Gerhardt-Haus, um die Osterkerze zu entzünden und anschließend in die dunkle Kirche einzuziehen. Dieser liturgisch reiche Gottesdienst umfasst nicht nur zahlreiche Lesungen, Taufe, Taufgedächtnis und das Osterevangelium, sondern auch die Feier des Heiligen Abendmahls. Nach dem Gottesdienst ist die Gemeinde zum gemeinsamen Osterfrühstück in das Paul-Gerhardt-Haus eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Osterfestgottesdienst mit Pfarrer Düker und der Feier des Heiligen Abendmahls um 10 Uhr singt die Kantorei aus der Messe von Anton Dvorak. Am Ostermontag findet der Gottesdienst um 10 Uhr mit Pfarrerin Elke Hansmann in der Abdinghofkirche statt. Es spielt der Bläserkreis.

 

Eckhard Düker

Mittendrin am 24.3.2018

Vom Hosianna zum Kreuzige ihn!

 

Am morgigen Palmsonntag steht das Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem im Mittelpunkt. Gemäß der neutestamentlichen Überlieferung wird Jesus bei seinem Einzug von einer begeisterten Menschenmenge begrüßt und mit Palmzweigen willkommen geheißen: „Hosianna, gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.“ Was mögen die Menschen von Jesus erwartet haben? Einen König, der die Römer aus dem Land vertreibt? Einen Heilsbringer, der alle Probleme der Menschen löst? Einen Friedensstifter, der zur Versöhnung unter den Völkern ruft? Viele Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche richten sich auf Jesus, der in die Stadt einzieht. Doch eines sollte die Menschen nachdenklich machen. Jesus zieht nicht mit einer prachtvollen Kutsche ein, er wird nicht von Soldaten und Dienern begleitet, er reitet auf einem Esel. Mit dem Lasttier der einfachen Leute ist kein Staat zu machen. So wirkt die ganze Szene merkwürdig widersprüchlich. Der gefeierte König kommt ganz bescheiden und unscheinbar zu den Menschen.

Im Lauf der Karwoche wendet sich das Blatt. Aus dem gefeierten König wird der gefangen genommene, verurteilte, geschundene und verspottete König mit einer Dornenkrone. Am Ende rufen die Menschen nicht mehr Hosianna, sondern „Kreuzige ihn!“ Beide Worte sind für Jesus Stationen seines Leidensweges, der am Kreuz endet. Damit vollendet er den göttlichen Heilsweg. Zugleich gibt er ein Beispiel dafür, wie nahe Bewunderung und Ablehnung beieinander liegen können. Wer heute verehrt wird, kann morgen schon verachtet werden. Wer heute noch mächtig ist, kann morgen schon ohnmächtig sein. So lehrt Jesu Kreuzweg Demut in der Ausübung der Macht und schenkt Trost in der scheinbaren Ohnmacht. Denn am Ende steht nicht das Kreuz, sondern die Hoffnung der Auferstehung zum ewigen Leben.

 

Pfarrer Dr. E. Düker, Abdinghof

Night of the Lions am 14. April

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Feiern für den guten Zweck

Night of the Lions am 14. April

 

Feiern, tanzen, essen, gewinnen und dies alles für einen guten Zweck. Das ist möglich in der Night of the Lions am 14. April. Der Lionsclub „Paderborn - Drei Hasen“ lädt in das Restaurant „Bobbert‘s“ am Neuen Platz 3 zur 15. Benefiznacht unter seiner Schirmherrschaft ein. Alex P. sorgt mit der „Heavy Violine“ für Tanzmusik und gute Laune. Zwischendurch kann man sich am Fingerfood Buffet stärken. Neben interessanten Gesprächen und Begegnungen winkt eine Tombola mit attraktiven Preisen. Eintrittskarten für die Lionsnacht können im „Bobbert‘s“ für 29.50 € im Vorverkauf oder für 35 € an der Abendkasse erworben werden. Der Online-Kartenverkauf ist unter https://night-of-the-lions.com/ freigeschaltet. Die Party beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Die 39 Mitglieder des Lions Clubs „Drei Hasen“ engagieren sich für soziale Zwecke im In- und Ausland. Der Club ist regelmäßig auch mit einem Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt präsent. Mit dem Erlös des Abends wird die Schulmaterialienkammer der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. unterstützt. Sie stellt Kindern aus bedürftigen Familien Schulmaterialien zur Verfügung, die aus Spenden finanziert werden. Weitere Infos gibt es unter www.lions-drei-hasen.de.

 

 

Foto (Lions):  Der Lionsclub „Paderborn-Drei Hasen“ und der Leoclub laden mit (v.l.) Andreas Stiewe, Volker Wester (Präsident), Jürgen Pieper und dem Veranstalter Stefan Bergschneider (2.v.l., Geschäftsführer des „Bobbert‘s“) zur „Night of the Lions“ am 14. April ein.

 

 

Taizé-Gottesdienst am Abdinghof 17.03.2018

Taizé-Gottesdienst am Abdinghof

 

„Bleibet hier und wachet mit mir“. Unter diesem Thema steht der Abendgottesdienst in der Krypta der Abdinghofkirche am kommenden Sonnabend, den 17. März um 18 Uhr. Der Gottesdienst wird nach der Tradition der Kommunität von Taizé mit vielen Liedern, Gebeten, dem Entzünden von Kerzen, Lesungen in verschiedenen Sprachen und Stille gefeiert. Pfarrer Dr. Eckhard Düker und Markus Maurer mit dem Neuen Chor laden dazu ein.

Jahresprogramm 2018 der Evangelischen Jugend Freizeiten, Teamer-Schulungen, Workshops gegen Rechts…

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Ökumenische Bibelwoche im Januar

„Zwischen dir und mir“ - Texte aus dem Hohen Lied der Liebe

"Zwischen mir und dir". So lautet das Motto der ökumenischen Bibelwoche zum Hohen Lied der Liebe. Sie findet vom 15.-19. Januar 2018 am Abdinghof gemeinsam mit der Markusgemeinde und der St. Liboriusgemeinde statt. Die Bibelwoche steht ganz im Zeichen der Liebe: der Liebe Gottes zu den Menschen und der Liebe der Menschen untereinander. Mit der bilderreichen Umschreibung dieser Liebe bietet das Hohelied viele Möglichkeiten zum Gespräch. Textgrundlage sind thematisch zusammengehörige Abschnitte aus dem Hohen Lied und 1. Korinther 13.

 

Die Texte der Bibelwoche sind:

1) Süßer als Wein – stark wie der Tod: Hohelied 1,2-4. 6,8-10. 8,6-7

2) Reicher als Salomo: Hohelied 1,1. 8,11-12. 3,7-11

3) Ich suche, den meine Seele liebt: Hohelied 1,5-8. 3,1-6. 5,2-8

4) Meine Schöne, so komm doch: Hohelied 2,8-14. 7,11-14

5) Alles ist Wonne an dir: Hohelied 4,1-7. 5,9-16

6) Berauscht euch an der Liebe: Hohelied 4,12-5,1. 7,7-10

7) Die Liebe hört niemals auf: 1. Kor 13

Die Abende der Bibelwoche finden von 19.30 Uhr - ca. 21 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus, Am Abdinghof 5 statt. An der Gestaltung beteiligen sich u.a. Pfarrer Jürgen Wiesner (katholische Gemeinden), Pfarrer Dr. Eckhard Düker (evangelische Abdinghofgemeinde) und Pfarrer Gunnar Grahl (evangelische Markusgemeinde). Den Abschluss der Bibelwoche bildet ein ökumenischer Gottesdienst am 19. Januar in der Gaukirche.

Eckhard Düker

 

Das Hohelied Salomos (so nannte Martin Luther dieses poetische Buch) beschreibt mit wunderschönen Bildern und Metaphern die Liebe als Schlüssel zum Herzen von Menschen und von Gott. Das Hohelied gehört zu den späten Schriften der Bibel (im 3. Jh. v.Chr. fertiggestellt) und kann auf die ganze wechselvolle Geschichte Israels zurückblicken, auf all die Höhen und Tiefen in den Beziehungen zwischen Menschen und auf die wechselvollen Beziehungen zu Gott. Umso erstaunlicher, dass als Focus und Resümee die Liebe stehen bleibt. Sie ist allen dunklen Wirklichkeiten zum Trotz letztlich das, was uns leben lässt. Sie macht das Leben reich und bewegt Menschen. Dabei zeigt eine intensive Betrachtung der Lieder, wie viele Dimensionen „Liebe“ hat: Sie ist erotisches Hingezogensein ebenso wie verwirrte Suche, abgrundtiefes Glück und auch Erschrecken, verschmitzte Heimlichkeit und offenes Bekenntnis. Immer fließen verschiedene Ebenen ineinander: die zwischenmenschliche und die göttliche. All die Bilder lassen sich so auf doppelte Weise verstehen. Der vordergründigen Wirklichkeit, die zwei Liebende auf ihrem Weg begleitet, steht eine symbolische Dimension gegenüber, die Gottes Wirklichkeit erschließt. Darum gibt es auch unzählige Schriften, Gemälde und Musikstücke, die einzelne Szenen aus dem Hohenlied metaphorisch auf die Kirche, Christus und Maria beziehen. Als neutestamentliche Fortführung haben wir das „Hohelied der Liebe“ aus dem 1. Brief des Paulus an die Korinther in die Textreihe aufgenommen. Der Apostel bestätigt die Erfahrung: „Die Liebe ist das Größte, sie hört niemals auf“.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Entdecken dieser göttlichen Dimension mitten im Leben!

 

Wolfgang Baur