Mittendrin am 19.3.26 - Die Verführung der Macht

Mittendrin am 19.3.26 - Die Verführung der Macht

Mittendrin am 19.3.26 - Die Verführung der Macht

# Geistliche Impulse

Mittendrin am 19.3.26 - Die Verführung der Macht

Dürfen sich die Mächtigen alles erlauben? Diese Frage stellt sich angesichts so vieler Ereignisse und Entwicklungen in den letzten Monaten. Nach unserem demokratischen Verständnis sind auch die Mächtigen in Politik und Wirtschaft an Gesetze und Verpflichtungen gebunden. Es gibt internationale Vereinbarungen und Verträge, nationale Gesetze und ethisch-moralische Regeln, die Orientierung geben können und sollten. Aber oftmals siegt die Verführung der Macht über das Recht und das Gewissen. Das Problem ist nicht neu. Jesus spricht darüber mit seinen Jüngern (Matthäus 20,25ff): „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun.“ Die Jünger haben darüber gestritten, wer von ihnen welchen Rang und welche Stellung gegenüber Jesus hat. Jesus erinnert sie an die Arroganz der Mächtigen, die ihre Völker unterdrücken. „So soll es nicht sein unter euch!“ Unter den Jüngern soll ein anderes Prinzip gelten. Jesus stellt die gängige Vorstellung von Macht und Herrschaft auf den Kopf: „Sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht.“ Jesus stellt aber nicht nur eine Forderung auf. Er lebt es seinen Jüngern vor: „So wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“ Die Verführung der Macht ist allgegenwärtig, im Großen wie im Kleinen. Macht an sich ist nicht verwerflich. Aber es kommt darauf an, wie sie angewandt wird. Das Vorbild Jesu ist dazu Ansporn und Ermutigung. Er selbst hat sein Leben dafür gegeben.

Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Abdinghof

 

Dies könnte Sie auch interessieren

0
Feed