22/05/2026 0 Kommentare
Mittendrin am 23.5.2026 - Pfingsten – mehr als ein liebliches Fest
Mittendrin am 23.5.2026 - Pfingsten – mehr als ein liebliches Fest
# Abdinghof - Mittendrin

Mittendrin am 23.5.2026 - Pfingsten – mehr als ein liebliches Fest
„Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten und blühten Feld und Wald.“ So beginnt Johann Wolfgang von Goethe sein bekanntes Gedicht über das Erwachen der Natur. Die Blumen duften und blühen, der Gesang der Vögel erklingt, der Himmel glänzt und die Erde zeigt ihr buntes Gesicht. So empfinden viele Menschen bis heute das Pfingstfest und sie genießen die Schönheit der Schöpfung.
In einem alten Hymnus aus dem 9. Jahrhundert wird Gott als Schöpfer um das Kommen seines Geistes angerufen: „Veni creator spiritus“ – Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist. Der Dichter, vermutlich Rabanus Maurus, sieht die Menschen als Geschöpfe eng mit Gott verbunden. Er bittet Gott, sie mit seiner Gnade zu erfüllen. Was das bedeutet, erklärt er in den weiteren Strophen. Der Heilige Geist ist der Tröster, eine lebendige Quelle, Liebe und Feuer. Der Verstand soll erleuchtet, das Herz mit Liebe erfüllt werden. Eine besondere Bitte gilt dem Frieden. In seinem deutschen Lied „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist“ übersetzt Martin Luther den lateinischen Text (Evangelisches Gesangbuch 126, Str. 5): „Des Feindes List treib von uns fern, den Fried schaff bei uns deine Gnad, dass wir deinem Leiten folgen gern und meiden der Seelen Schad.“
Die Bitte um das Kommen des Geistes Gottes ist heute wie damals mehr als ein liturgisches Ritual. Denn wir spüren, wie sehr wir in unserer Welt Orientierung, Frieden, Liebe und Trost brauchen. Wenn der Heilige Geist mit seinen vielfältigen Gaben dies in uns bewirkt, ist Pfingsten mehr als ein liebliches Fest.
Pfarrer Dr. Eckhard Düker, Abdinghof
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